Berlin - Trotz steigender Impfquote müssen sich die Menschen in Deutschland wohl noch viele Monate auf geltende Grundregeln zur Corona-Eindämmung wie das Maskentragen in Räumen einstellen. Darauf hat der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, die Bürger am Freitag in Berlin eingestimmt. Die Impfungen alleine reichten nicht, um steigende Fallzahlen im Herbst zu verhindern. „Wir müssen die Basismaßnahmen weiter aufrecht erhalten“. Dies in Kombination mit den Impfungen sei nötig, um härtere Maßnahmen wie Schließungen von Einrichtungen zu vermeiden. „Das Beispiel Israel zeigt, dass man es machen muss. Man muss beides weiter fahren.“

In Israel gilt seit Freitagmittag nach einer deutlichen Zunahme der Neuinfektionen erneut eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen. Diese war erst Mitte des Monats fast komplett aufgehoben worden. Die meisten Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der in Indien entdeckten, ansteckenderen Delta-Variante. Deren Anteil wächst auch in Deutschland. In der zweiten Juni-Woche lag er nach jüngsten RKI-Zahlen bei 15 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass er heute schon höher sein wird“, sagte Wieler.

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