Tübingen - Mit einer massiven Ausweitung von verpflichtenden Schnelltests will Tübingen schon ab der kommenden Woche im gesamten Stadtgebiet Gastronomie, Hotels und Kultureinrichtungen öffnen. Zudem sollen laut Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) alle Menschen, die den Einzelhandel in der Innenstadt nutzen, einen Schnelltest vorweisen. Ausnahmen seien Buchhandlungen und Lebensmittelgeschäfte. Wie Palmer und Notärztin Lisa Federle am Freitag mitteilten, wurde beim Land dafür eine Genehmigung beantragt. Man rechne mit einer Zusage für das dreiwöchige Modellprojekt, sagte Federle.

Palmer kündigte an, dass ab Montag fünf und ab Dienstag sechs Teststationen in Betrieb gehen sollen. Dort könnten 1000 Tests pro Stunde vorgenommen werden. Ein negatives Ergebnis werde durch ein Zertifikat – das sogenannte Tübinger Tagesticket – belegt.

Innenstadt-Shopping in Erfurt und Weimar früher möglich

In Erfurt und Weimar wird Innenstadt-Shopping erst Ende März möglich sein. Beide Städte wollen eine Experimentierklausel in der neuen Corona-Verordnung des Landes nutzen. Dafür ist eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 nötig, wie aus der Verordnung hervorgeht, die das Gesundheitsministerium am Freitag veröffentlichte. Erfurt hat dem Gesundheitsministerium jetzt sein Konzept für die Öffnung der Geschäfte am 26. und 27. März vorgelegt.

Es gehe um zwei Einkaufstage ausschließlich für negativ auf Corona getestete Erfurter, sagte Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD). In Weimar wird entgegen erster Planungen der Einzelhandel nicht bereits am 15. März geöffnet. „Wir haben nun den 22. März in den Blick gefasst“, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Das Konzept dafür müsse noch im Gesundheitsministerium geprüft werden.

Weimar hat am Donnerstag vorgeschlagen, von der Sieben-Tage-Inzidenz abzuweichen und eine Betteninzidenz ins Spiel gebracht. Die Stadt will vermehrt Tests einsetzen, um Corona-Lockerungen zu ermöglichen.