Wiesbaden/Berlin - Laut Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes liegt die Sterblichkeit in Deutschland unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Wie die Behörde in Wiesbaden mitteilte, starben im vergangenen Monat insgesamt 81.746 Menschen. Das waren 2632 weniger als im Februar der Jahre 2017 bis 2020. In der letzten Februarwoche (22. bis 28.02.) lagen die Sterbefallzahlen sogar bei elf Prozent oder 2266 Fällen unter diesem Vierjahresdurchschnitt für eine achte Kalenderwoche. Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor.

Covid-19-Todesfälle gehen weiter zurück

In dieser Woche gab es laut Robert Koch-Institut (RKI) in ganz Deutschland 2396 Covid-19-Todesfälle. Die Zahl ist damit gegenüber der Vorwoche um 666 Fälle gesunken. Insgesamt gingen die Sterbefallzahlen in der sechsten Kalenderwoche weiter zurück. 

Die Übersterblichkeit sank Anfang Februar in allen Bundesländern. In der ersten Februarwoche lagen in keinem Bundesland die Sterbefallzahlen noch um mehr als 30 Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre. In der letzten Januarwoche war dieser Wert noch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen überschritten worden.

Noch nie so wenig Grippe-Tote wie im Winter 2020/21 

Besonders auffällig ist in der Statistik die Auswertung der Todesfälle, die auf andere saisonale Atemwegserkrankungen wie Influenza (Grippe) zurückzuführen sind. Laut RKI sind diese Erkrankungen in dieser Wintersaison „auf einem vorher nie erreichten niedrigen Niveau“. Insbesondere in den Jahren 2017 und 2018 waren die Sterbefallzahlen durch starke Grippewellen in den ersten Monaten des Jahres deutlich erhöht. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch im Durchschnitt der gesamten Sterbefallzahlen für die Vorjahre wider.

Das Statistische Bundesamt vertritt die Ansicht, dass die niedrigen Sterbefallzahlen auf die schwache Grippesaison zurückzuführen seien. Grundlage der Sonderauswertung für die Jahre 2020 und 2021 sind erste vorläufige Daten (Rohdaten).