Berlin - Trotz eines Demonstrationsverbotes haben sich am Samstag einige Dutzend Kritiker der Corona-Maßnahmen in Berlin am Brandenburger Tor versammelt. Die Polizei rief die Beteiligten am Mittag dazu auf, den Ort zu verlassen. „Die Versammlung wurde verboten, wir fordern alle Personen auf, sich zu entfernen“, hieß es in einer Lautsprecherdurchsage. Einige Anwesende trugen Plakaten und T-Shirts mit Slogans gegen die Corona-Impfkampagne. Rote Schleifen an der Kleidung sollten darauf hinweisen, dass die Träger ungeimpft seien. Mindestens ein aggressiver Mann wurde von der Polizei festgenommen und abgeführt. Er protestierte lautstark.

Die Polizei wiederholte ihre Lautsprecherdurchsagen und sprach Protestierende gezielt an. „Hier wird heute keine Demonstration stattfinden, auch nicht an anderen Versammlungsorten“, hieß es. Gleichwohl näherten sich immer wieder Menschen dem Brandenburger Tor. Auf der anderen Seite des Berliner Wahrzeichens, am Platz des 18. März, fand derweil eine Versammlung von Menschen mit Israel-Fahnen und Jesus-Plakaten statt. Es war bei dieser Veranstaltung jedoch kein Zusammenhang mit Corona-Protesten erkennbar. Die Polizei schien die Lage im Griff zu haben. Es kam zu keinen großen Menschenansammlungen.

Veranstalter versprachen, die Hygieneregeln einzuhalten

Zu Corona-Protesten waren am Samstag ursprünglich mehrere Tausend Teilnehmer in Berlin erwartet worden. Die Veranstalter hatten angekündigt, die Hygiene-Vorschriften einzuhalten, sich von „Querdenkern“ abzugrenzen. Diffamierende Plakate und AfD-Werbung waren verboten worden, der Mundschutz wäre Pflicht gewesen, ebenso die Abstände. Trotz intensiver Verhandlungen untersagten die Berliner Behörden am Freitagnachmittag die Demonstration.