US-Präsident Donald Trump.
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WashingtonUS-Präsident Donald Trump verlässt nach eigenen Angaben noch an diesem Montag das Krankenhaus, wo er wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt wurde. Er fühle sich sehr gut, schrieb Trump am Montag auf Twitter. „Habt keine Angst vor Covid. Ich fühle mich besser, als ich mich vor 20 Jahren gefühlt habe.“ Trumps Leibarzt Sean Conley bestätigte, dass der Präsident das Krankenhaus verlassen könne.

Der Leibarzt von Donald Trump rechnet allerdings damit, dass er erst kommende Woche Entwarnung für den Krankheitsverlauf des Präsidenten nach der Coronavirus-Infektion geben kann. „Wenn wir durch das Wochenende bis zum Montag kommen und sein Zustand genauso bleibt oder sich verbessert, dann können wir alle schließlich erleichtert aufatmen“, sagte der Arzt Sean Conley am Montag.

Zugleich betonte er, dass Trump im Weißen Haus „24 Stunden am Tag erstklassige medizinische Versorgung“ bekommen werde. Obwohl „er noch nicht endgültig über den Berg ist“, sei das Ärzteteam der Ansicht gewesen, dass Trump aus dem Krankenhaus entlassen werden könne. Es brauche aktuell nichts, was man ihm nur in der Klinik bieten könne.

Trump hatte seine Corona-Infektion am Freitag nach Mitternacht US-Ostküstenzeit bekannt gegeben und war keine 24 Stunden später per Helikopter ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda nördlich von Washington geflogen worden. Am Wochenende gab es widersprüchliche Angaben zu seinem Gesundheitszustand. Am Sonntag war klar: Der Zustand des Präsidenten war zwischenzeitlich ernster, als zunächst dargestellt. Mit seinen 74 Jahren gehört Trump zur Corona-Risikogruppe.

Wenige Stunden nach seinem positiven Corona-Test hatte Trump nach Angaben der Ärzte am Freitag hohes Fieber, und die Sauerstoffsättigung seines Blutes sank unter 94 Prozent, weshalb er zusätzlichen Sauerstoff verabreicht bekam. Am Sonnabend fiel die Sauerstoffsättigung erneut auf rund 93 Prozent. 

Wegen des vorübergehenden Sauerstoffabfalls bekam Trump das Steroid Dexamethason verabreicht, was die Weltgesundheitsorganisation zur Behandlung von Patienten mit einem schweren Covid-19-Verlauf empfiehlt. Zudem hatte er unter anderem einen Antikörper-Cocktail – eine experimentelle Behandlungsmethode – bekommen und wird mit dem Mittel Remdesivir behandelt.