US-Präsident Donald Trump hat für Dienstag die Veröffentlichung aller Regierungsakten zur Ermordung von John F. Kennedy aus dem Jahr 1963 angeordnet. Damit werden rund 80.000 Seiten unredigierter Dokumente erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
„Die Menschen haben jahrzehntelang darauf gewartet“, sagte Trump am Montag bei seinem Besuch des John F. Kennedy Center of the Performing Arts am Montag, dessen Vorstandsvorsitz er übernommen hat. „Da wir schon einmal hier sind, dachte ich, es wäre angebracht, morgen alle Kennedy-Akten bekannt zu geben und herauszugeben“, sagte Trump. „Wir haben eine enorme Menge an Papier. Es gibt viel zu lesen. Ich glaube nicht, dass wir etwas schwärzen werden.“
President Donald Trump: "We are tomorrow announcing and giving all of the Kennedy files... I don't believe we are going to redact anything... it's going to be very interesting... approximately 80,000 pages." pic.twitter.com/tKi4wkQpey
— America (@america) March 17, 2025
Der Mord an John F. Kennedy: Gibt es neue Erkenntnisse?
Die Veröffentlichung der Akten erfolgte, nachdem Trump im Januar eine Executive Order unterzeichnet hatte, die die vollständige Freigabe von Regierungsdokumenten im Zusammenhang mit den Ermordungen Kennedys, seines Bruders und Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy und der Bürgerrechtsikone Martin Luther King Jr. vorsah. Der US-Präsident sagte bei seinem Auftritt im John F. Kennedy Center, die Akten seien „sehr interessant“. Doch wie die Washington Post vor der Veröffentlichung erfuhr, habe eine erste Überprüfung durch Regierungsbeamte keine neuen Erkenntnisse ergeben.
Kennedy wurde im November 1963 in Dallas erschossen – der Hauptverdächtige Lee Harvey Oswald wurde zwei Tage später vom Nachtclubbesitzer Jack Ruby ermordet. Dies löste eine Debatte darüber aus, ob Oswald ein Mittäter einer größeren Verschwörung war. Oswald war vier Jahre vor dem Attentat in die Sowjetunion übergelaufen und kehrte später in die USA zurück. Ende September 1963 besuchte der Marine-Veteran das kubanische Konsulat in Mexiko-Stadt und kontaktierte die dortige sowjetische Botschaft.

