Truss verbietet König Charles III. die Teilnahme an UN-Klimakonferenz

Nach Informationen der Sunday Times hat Premierministerin Liz Truss verhindert, dass der britische König an der Weltklimakonferenz in Ägypten teilnimmt. 

Der britische König Charles III. wird entgegen seinen Plänen nicht zum Weltklimagipfel nach Ägypten reisen. 
Der britische König Charles III. wird entgegen seinen Plänen nicht zum Weltklimagipfel nach Ägypten reisen. dpa/Matthew Horwood

Der britische König Charles III. wird nicht an der Weltklimakonferenz im November in Ägypten teilnehmen – nach Informationen der Sunday Times war Premierministerin Liz Truss dagegen. Eigentlich habe der überzeugte Umweltschützer Charles bei der Konferenz eine Rede halten wollen, berichtete die Zeitung. Doch Truss habe sich bei einem persönlichen Treffen im vergangenen Monat gegen die Teilnahme des neuen britischen Königs ausgesprochen.

Der Pressedienst des Monarchen widersprach dieser Deutung: Vielmehr habe Charles den Rat von Truss in dieser Frage gesucht. „In Freundschaft und gegenseitigem Respekt wurde vereinbart, dass der König nicht teilnimmt“, zitierte die BBC eine Erklärung des Dienstes.

UN-Klimakonferenz 2021: Die Queen und Charles hielten Reden

Die Konservative Truss hatte ihr Amt am 6. September angetreten und wurde noch von Queen Elizabeth II. ernannt, die zwei Tage später im Alter von 96 Jahren starb. Bei der UN-Klimakonferenz im November 2021 im schottischen Glasgow hatte die Queen gesprochen. Auch Charles hatte dort eine Rede gehalten und die Politiker aufgefordert, ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung zu verdoppeln.

Derzeit gibt es Spekulationen, Truss könne die internationalen Klimazusagen ihres Landes zurücknehmen. In ihrem neuen Kabinett sitzen mehrere Minister, die dem Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 skeptisch gegenüberstehen. Die Sunday Times schrieb, eine Teilnahme der Premierministerin an der COP27 im ägyptischen Scharm el Scheich sei unwahrscheinlich.