BerlinDas Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert ein Projekt mit drei Millionen Euro für die Entwicklung von speziellen UVC-LEDs gegen Coronaviren auf der Haut. Beteiligt an dem Verbundprojekt ist auch die Technische Universität Berlin. Sars-CoV2 und weitere Viren, die die Atemwege befallen, sollen so mittels UVC-Licht eliminiert werden. 

Unter UVC-Strahlung wird Strahlung im Wellenlängenbereich zwischen 100 und 280 Nanometern verstanden. UVC-Licht darf allerdings nicht am Menschen angewandt werden. Momentan konzentriert sich die UV-Desinfektion daher vor allem auf unbelebte Oberflächen. Im Fokus stehen solche Flächen, die nicht mit chemischen Mitteln behandelt werden können wie etwa mobile Endgeräte.

TU Berlin entwickelt geeignete LEDs mit

Um die Wirksamkeit der UVC-Strahlung bei Aerosolen sowie auf menschlicher und tierischer Haut zu kontrollieren, entwickeln das Ferdinand-Braun-Institut, das Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) in Kooperation mit der TU Berlin, der UVphotonics NT GmbH sowie der Osram Opto Semiconductors GmbH geeignete LEDs und Bestrahlungssysteme.

UVC-LEDs mit Emissionswellenlängen um 233 Nanometer schädigen die menschliche Haut wenig, so die Forscher. Dies mache sie für die Antisepsis ebenso interessant wie für die Desinfektion von belebten Innenräumen, beispielsweise in Schulen, Theatern oder Operationssälen.  

Auch Bakterien und Pilze lassen sich durch UVC-Licht unschädlich machen. Für das neuartige Coronavirus werden nun die idealen Wellenlängen und Bestrahlungsdosen gesucht.