Berlin - Das Problem von möglichem Rassismus und Diskriminierungen bei der Berliner Polizei wird jetzt von der Technischen Universität untersucht. Sie soll dazu eine unabhängige Studie erstellen. Innensenator Andreas Geisel (SPD) erteilte einen entsprechenden einjährigen Forschungsauftrag ab dem 1. Juni, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Das Land Berlin beteiligt sich daneben auch an einer Studie des Bundes zu Motivation, Einstellung und Gewalt im Alltag von Polizisten, die das Bundesinnenministerium bei der Deutschen Hochschule der Polizei in Auftrag gegeben hat.

Die Berliner Studie ist Teil eines Elf-Punkte-Plans zur Bekämpfung möglicher extremistischer Tendenzen aus dem vergangenen Jahr. Geisel betonte, die Untersuchung solle zeigen, wie die Polizei von Gruppen, die „von Rassismus und Diskriminierung“ betroffen seien, wahrgenommen werde. Außerdem solle sie den Alltag und bestimmte Prozesse bei der Polizei beleuchten sowie deren Organisationsstruktur darstellen.

Polizeigewerkschaft: Untersuchungsziele dürfen nicht vorverurteilend sein

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mahnte, die Untersuchungsziele dürften nicht vorverurteilend sein. Das sei in diesem Fall gegeben. „Das Studiendesign wird entscheidend sein, liegt uns aber bisher nicht vor. Entscheidend ist auch, wie die Ergebnisse final eingeordnet werden und was daraus folgt.“