Der Strand von Kaputas in der Türkei.
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BerlinDeutschland spricht für die Türkei weiterhin eine Reisewarnung aus. Bislang haben Bemühungen seitens der türkischen Regierung, bei Außenminister Heiko Maas eine Aufhebung der Reisewarnung zu erwirken, nichts gebracht. Reiserrückkehrer aus der Türkei müssen weiter in Quarantäne – ein Grund, der bei vielen Urlaubern dazu führt, gar nicht erst in das Land zu fahren. Das bekommt auch die Reisebranche zu spüren. TUI-Vorstandschef Fritz Joussen hat deshalb jetzt einen Kompromiss vorgeschlagen. Die türkischen Urlaubsgebiete am Mittelmeer sollten von der allgemeinen Reisewarnung freigestellt werden, sagte Joussen der Rheinischen Post in einem Interview.

„Wir plädieren für einen pragmatischen Ansatz: Weil die Touristenregionen an der türkischen Riviera am Mittelmeer einen sehr hohen Sicherheits- und Qualitätsstandard haben, sollte Deutschland für diese Ziele die Reisewarnung in einem Pilotprojekt aufheben“, führte der Manager aus.

Es gehe um „sehr weitläufige Urlaubsresorts“, nicht um die Städte. Joussen erinnerte daran, dass auch die Lockerungen für Mallorca schrittweise kamen: „Reisen nach Mallorca hat die Tourismusbranche auch mit einigen Tausend Urlaubern in einem Pilotprojekt gestartet, bevor es allgemein in Spanien wieder losging.“