Nach seinem Einstieg bei Twitter hat Tesla-Gründer Elon Musk erneut mit mehreren provokanten Tweets für Aufsehen gesorgt. „Stirbt Twitter?“, fragte jener Mann am Samstag in dem Onlinedienst in einer Reihe von twitterkritischen Äußerungen, obwohl er seit neuestem zugleich größter Aktionär von Twitter ist und im Verwaltungsrat des Unternehmens sitzt. Zur Begründung verwies er auf Nutzer wie Popsänger Justin Bieber, die viele Follower hätten, aber nur selten Tweets absetzen würden.

In seinem Tweet verlinkte Musk eine Statistik der Twitter-Nutzer mit den meisten Followern. Auf dem ersten Platz liegt Ex-US-Präsident Barack Obama mit 131 Millionen Followern, gefolgt von Popstars wie Justin Bieber, Katy Perry und Rihanna. „Die meisten dieser ‚Top‘-Accounts twittern selten und posten nur sehr wenige Inhalte“, kritisierte Musk.

Popsängerin Taylor Swift habe seit drei Monaten nichts auf Twitter geschrieben, schrieb der Gründer des Elektroautobauers Tesla und des Raumfahrtunternehmens SpaceX. Justin Bieber habe in einem Jahr nur einen einzigen Tweet abgesetzt.

In der Nacht legte Musk nochmal nach und stellte eine Umfrage auf Twitter online. In dieser Umfrage wollte er wissen, ob man die Zentrale von Twitter in San Francisco in ein Obdachlosenheim verwandeln solle, weil ja ohnehin dort niemand auftauche. 91 Prozent reagierten mit der Antwort „Ja“.

Musk war schon immer Twitter-Skeptiker

Am vergangenen Montag war bekannt geworden, dass Musk fast 73,5 Millionen Aktien von Twitter gekauft hat. Mit einem Anteil von 9,2 Prozent ist der reichste Mensch der Welt damit der größte Aktionär von Twitter. Am Dienstag gab Twitter dann bekannt, dass Musk auch in den Verwaltungsrat des Unternehmens einzieht.

Musk, mit mehr als 80 Millionen Followern selbst ein eifriger Nutzer des Onlinedienstes, ist schon lange als Kritiker von Twitter bekannt. Der Multimilliardär hat dem Unternehmen wiederholt vorgeworfen, die freie Meinungsäußerung einzuschränken. Analysten hatten deswegen erwartet, dass Musk nach dem Kauf der Twitter-Aktien bald eine aktive Rolle in dem Unternehmen einnehmen wird.