Berlin - Im Minutentakt rücken Sanitäter und Notärzte der Berliner Feuerwehr aus, vor allem, um alte oder verletzte Menschen zu versorgen. Das zeigen Hunderte Tweets, die am Donnerstag, dem Tag des Europäischen Notrufs (11.2. – passend zur Nummer 112), von der Feuerwehr unter dem Motto „Twittergewitter“ rausgeschickt wurden. Von 8 bis 20 Uhr beteiligen sich alle Berufsfeuerwehren in Deutschland an der Aktion.

Deutlich wurde vor allem, mit welchen kleineren Verletzungen und Vorfällen die Feuerwehr einer Großstadt beschäftigt ist. Um Brände ging es selten, auch schwere Unfälle waren nicht die Regel. Stattdessen gab es nach den Schneefällen zahllose Meldungen zu Stürzen und Sturzverletzungen älterer Menschen. Zudem ging es um Wasserschäden, brennende Mülltonnen, Verkehrsunfälle, Schnee auf Dächern, Herzinfarkte, Platzwunden, Erbrechen, Atemnot, Unterkühlung.

Zahlreiche Menschen hatten Schmerzen an den verschiedensten Körperteilen: „Rückenschmerzen in Charlottenburg, männliche Person erwartet uns“, „Junge Dame hat in Marienfelde Bauchschmerzen, unsere Kräfte rücken mit einem RTW aus“, „Weibliche Person klagt über Nasenbluten in Haselhorst“ und „Kleinkind ist gestürzt und leicht verletzt. Wir kommen schnell und bringen auch einen Trostteddy mit“.

Auch wegen kleiner Unfälle des Alltags wurde die Feuerwehr immer wieder alarmiert: „Fehlalarm durch angebrannte Nahrungsmittel in einer Mikrowelle, welche vor Ankunft der Feuerwehr erloschen sind“, „Katze auf einem Rohr und kommt da nicht mehr runter“ und „Alarm für RTW und NEF in Wedding. Banane im Hals stecken geblieben“.

Insgesamt kommt die Berliner Feuerwehr auf fast 500.000 Einsätze im Jahr. Das sind mehr als 1300 am Tag, zum allergrößten Teil Fahrten der Kranken- und Rettungswagen.