BerlinDie BVG und der Berliner Senat werden wie schon im letzten Jahr keine U-Bahnhöfe für obdachlose Menschen öffnen. Ein Sprecher der Senatsverwaltung für Soziales sagte der Berliner Zeitung: „Man ist zu dem Schluss gekommen, dass U-Bahnhöfe  auch weiterhin keine geeigneten Übernachtungsplätze sind.“ In den Jahren zuvor wurden jährlich die Bahnhöfe Moritzplatz und Lichtenberg offen gehalten. Das ist jetzt nicht mehr so.

Stattdessen hat die Berliner Kältehilfe, die vom Land und den Bezirken unterstützt wird,  jetzt Plätze in Hostels frei gemacht. Drei Hostels bieten demnach erstmals Kältehilfe-Plätze an: das Sezer Hotel im Stadtteil Niederschöneweide, Pension Reiter in Friedrichshain und das Hostel Pfefferbett im Prenzlauer Berg.  

Insgesamt hat die Kältehilfe ab Dezember 1060 Notübernachtungsplätze für den Winter zur Verfügung gestellt. Es seien aktuell noch Plätze frei, so der Sprecher weiter.   

Die Pandemie ist in diesem Winter eine Herausforderung: Wegen Abstands- und Hygieneregeln können viele Einrichtungen weniger Schlafplätze als in den Jahren zuvor anbieten, auch die Kosten für Personal und die Hygieneausstattung sind höher. Zu den Angeboten für Obdachlose im Herbst und Winter zählen neben den Notübernachtungen auch Nachtcafés und die Kältebusse. Vier Busse sind seit November in Berlin im Einsatz