Berlin/Potsdam - Berlin und Potsdam haben am Mittwoch über 30 Jahre alte Temperaturrekorde in der Region gebrochen. Wie eine Mitarbeiterin des Deutschen Wetterdienstes auf Anfrage der Berliner Zeitung erklärte, konnte in Berlin-Tegel ein Wert von 19,4 Grad gemessen werden (Stand 15 Uhr). Dieser vorläufige Tageswert – die absoluten Werte sind erst ab 19 Uhr einsehbar – hat damit den alten Berliner Temperaturrekord im Februar um 2,5 Grad gebrochen. 1990 waren ebenfalls in Tegel 16,4 Grad gemessen worden. Dieser Rekord hatte jahrzehntelang Bestand.

Mit 19,9 Grad war am Mittwoch Potsdam der Temperaturrekordhalter in Brandenburg. Um 14 Uhr sei in der Landeshauptstadt damit die höchste jemals in Brandenburg gemessene Temperatur in einem Februar erreicht worden, sagte Peter Zedler, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Potsdam. Im Rest des Landes pendelten sich die Werte zwischen 16 und knapp 20 Grad ein. Zuletzt war es am 21. Februar 1990 in Doberlug-Kirchhain (Landkreis Elbe-Elster) 19,7 Grad warm gewesen.

Die derzeitigen Temperaturen seien nach Angaben der Deutschen Wetterdienstes „absolute Ausreißer“. Auch am Donnerstag sollen den Berlinern und Brandenburgern die frühlingshaften Temperaturen erhalten bleiben. Es bleibt sonnig, warm und trocken. Ab Freitag wird es dann schlagartig um etwa zehn Grad kälter. „Damit liegen die Temperaturen dann aber immer noch leicht über dem Klimamittelwert“, so die Metrologin des Deutschen Wetterdienstes. (mit dpa)