Berlin - Für 19 Hunde, Katzen, Kaninchen und Wellensittiche endeten die Weihnachtstage im Berliner Tierheim. Sie wurden gefunden und in die Einrichtung gebracht. Die Zahl der Fundtiere sei deutlich niedriger als 2019, als noch 37 Tiere ins Heim gekommen seien, teilte der Tierschutzverein am Montag mit. Über die Gründe könne nur spekuliert werden. „Viele Menschen verbringen den Winterurlaub zu Hause anstatt zu verreisen und haben damit mehr Zeit für ihre Tiere“, hieß es in der Mitteilung.

Je ein Hund und eine Katze wurden demnach von ihren Besitzern wieder abgeholt – sie waren weggelaufen. Besonders traurig sei der Fall einer in Hellersdorf ausgesetzten Katze. Schon durch das Gitter der Transportbox sei zu erkennen gewesen, dass die Katze blutete. Doch das volle Ausmaß ihres Zustands habe selbst die Tierärzte geschockt: Die Katze hatte einen faustgroßen Tumor am rechten Auge. Ihr Allgemeinzustand sei so schlecht gewesen, dass sie nur noch eingeschläfert werden konnte.

Der Tierschutzverein versorgt im Berliner Stadtteil Falkenberg täglich rund 1300 Tiere. Das Tierheim befindet sich auf einer 16 Hektar großen Fläche.