Berlin - Rund einen Monat nach dem Überfall auf einen Geldtransporter am Ikea-Möbelhaus in Berlin-Schöneberg ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft hatten Ermittler am Donnerstagmorgen einen 18-Jährigen in seiner Wohnung in Neukölln aufgespürt und festgenommen. Der Fluchtwagen der Täter habe die Polizei auf die Spur des Verdächtigen gebracht. 

Der weiße Audi A8 mit gestohlenen Kennzeichen soll in Verbindung mit einer Autovermietung gestanden haben. Daraufhin hatte ein Großaufgebot von Einsatzkräften am Donnerstag mehrere Wohnungen und Fahrzeuge in Berlin durchsucht, die als Nutzer oder Halter des Wagens in Frage kamen. „Im Rahmen der Durchsuchungen stießen die Ermittler auf Beweismittel, die den dringenden Verdacht der Tatbeteiligung gegen den bislang nicht verdächtigen 18-Jährigen begründeten“, erklärte Staatsanwaltssprecher Martin Steltner. Er soll laut Staatsanwaltschaft am heutigen Freitag einem Haftrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Neben einer mutmaßlichen Tatwaffe konnten die Beamten Spuren sichern, die darauf hinweisen, dass der junge Mann am Tatort war und sich an dem Raub beteiligte. Bei dem Überfall hatten vier schwer bewaffnete Räuber am Vormittag des 15. Dezember auf einem Ikea-Parkplatz in Berlin-Tempelhof einen Geldtransporter überfallen.

Räuber bedrohten den Geldboten mit Schnellfeuergewehr und Pistole 

Die Täter hatten den Fahrer und Beifahrer des Transporters mit einem Schnellfeuergewehr und einer Pistole bedroht. Ein 55-jähriger Wachmann war gerade mit einem Geldkoffer auf dem Weg zu dem gepanzerten Fahrzeug, als er überfallen wurde. Der Geldbote kam den Forderungen nach und übergab den Täter die Geldkassette. Verletzt wurde niemand. 

Damals war auf einem Foto ein weißer Lieferwagen mit der Aufschrift „Geld- und Werttransport“ vor dem Hintereingang zu sehen. Wegen des letzten Einkaufstages in Möbelhäusern vor dem harten Corona-Lockdown hatten sich zahlreiche Menschen und Autos vor dem Ikea-Geschäft gestaut.