BerlinBewaffnete Räuber haben einen Geldtransport in Berlin-Tempelhof überfallen. Nach Informationen der Berliner Zeitung sollen sie einen sechsstelligen Bargeldbetrag erbeutet haben. Unklar war zunächst, ob die Geldkassette mit einer Farbpatrone gesichert war. 

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei sollen drei unbekannte Männer um 9.35 Uhr einem Sicherheitsmitarbeiter am Hinterausgang des Ikea-Einrichtungshauses am Sachsendamm aufgelauert haben. Der 55-jährige Wachmann war gerade auf dem Weg zum Transporter, in dem sein Kollege auf ihn wartete. Die Täter sollen Schusswaffen auf den Angestellten gerichtet und ihn bedroht haben. Er sei schließlich den Forderungen der Räuber nachgekommen und übergab ihnen den Geldkoffer. 

Nachdem das Trio die Geldkassette erbeutet hatte, soll es laut Augenzeugen in einen weißen Audi A8 mit gestohlenen Kennzeichen gestiegen und unerkannt entkommen sein, so Polizeisprecherin Anja Dierschke. Schüsse seien nicht gefallen. Der Wachmann blieb unverletzt. Er sei mit dem Schrecken davongekommen, so die Sprecherin.  

Die Polizei schließt nicht aus, dass ein vierter Täter am Steuer des bereitgestellten Fluchtwagens saß. Eine groß angelegte Fahndung, bei der auch die Besatzung eines Polizeihubschraubers nach dem Fluchtfahrzeug suchte, blieb jedoch erfolglos.

Ein Großaufgebot der Polizei hatte währenddessen den Bereich rund um den Tatort großräumig abgesperrt, während sich auf der anderen Seite des Möbelhauses hunderte Kunden vor dem Haupteingang tummelten. Beamte der Kriminalpolizei befragten Zeugen, Kriminaltechniker sicherten stundenlang Beweismittel. Eine Spur zu den Tätern gebe es bisher noch nicht.