Potsdam - Die Krankenhäuser im Süden Brandenburgs sind immer stärker mit der Behandlung von Corona-Patienten belastet. Nach Angaben der Landesregierung gab es bereits Verlegungen. „Besonders stark betroffen sind derzeit die Landkreise im Süden von Brandenburg. Verlegungen von Covid-19-Patientinnen und -Patienten innerhalb der Versorgungsregionen beziehungsweise innerhalb des Landes Brandenburg wurden bereits durchgeführt“, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Samstag mit. „Dies umfasste insbesondere Verlegungen von kleineren Krankenhäuser zu Krankenhäusern höherer Versorgungsstufen.“

Brandenburg ist bei der Versorgung mit Krankenhäusern in Regionen aufgeteilt. Die Krankenhäuser arbeiten in den regionalen Netzwerken eng zusammen und stimmen sich ab. Wenn die Kapazitäten in Brandenburg nicht mehr ausreichen, kann das Land auch auf Hilfe aus den Nachbarländern zurückgreifen. Die 16 Länder sind in fünf Gruppen aufgeteilt, die Kleeblätter genannt werden. Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden das Kleeblatt Ost. Diese Gruppen sollen sich zunächst gegenseitig helfen. Derzeit wird allerdings in allen diesen Bundesländern nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums eine angespannte Situation ohne Aufnahmemöglichkeit gemeldet. Wenn ein ganzes Kleeblatt überlastet ist, werden Patientinnen und Patienten bundesweit verteilt.