Dem US-amerikanischen Militär liegen immer mehr Meldungen über nicht identifizierbare Flugphänomene vor. Am Dienstag fand die erste Anhörung im US-Repräsentantenhaus zu nicht identifizierten Luftphänomenen (UAP) seit mehr als 50 Jahren statt. Wie der Focus berichtete, gibt es allerdings keine Hinweise über einen außerirdischen Ursprung.

Der Vorsitzende des Unterausschusses für Spionageabwehr im Repräsentantenhaus, Andre Carson, sagte: „UAP sind unerklärlich, das ist wahr. Aber sie sind real. Sie müssen untersucht werden.“ Ein weiterer Abgeordneter will nicht ausschließen, dass es außerirdisches Leben wirklich gibt.

Marine-Geheimdienst: „Mindestens elf Beinahe-Zusammenstöße“

Der hochrangige Pentagon-Mitarbeiter Ronald Moultrie sagte: „Wir sind offen für alle Hypothesen und Schlussfolgerungen, auf die wir stoßen könnten“. Seit den frühen 2000er-Jahren sei eine zunehmende Anzahl von nicht identifizierten Flugzeugen oder Objekten beobachtet worden. Die Zunahme der Meldungen sei auch auf Faktoren wie verbesserte Sensoren oder neuere Flugsysteme wie Drohnen zurückzuführen.

Der Vizedirektor des Marine-Geheimdienstes (ONI), Scott Bray zeigte bei der Anhörung im Repräsentantenhaus am Dienstag zwei Videos. Auf einem davon war nach seinen Worten ein „kugelförmiges Objekt“ zu sehen, das am Cockpit eines Kampfjets vorbeifliegt. Ein weiteres Video zeigte ein dreieckiges schwebendes Objekt.

Zusammenstöße von US-Kampfjets mit unbekannten Flugobjekten habe es bisher nicht gegeben, so Bray. „Wir hatten aber mindestens elf Beinahe-Zusammenstöße.“ Kommunikation mit den Objekten habe es nicht gegeben.

Nur ein Teil der Anhörung war öffentlich. Mehrere Fragen der Abgeordneten an Bray und Moultrie sollten danach hinter verschlossenen Türen diskutiert werden. Im Juni erschien ein Bericht des US-Geheimdienstes zu unidentifizierten Flugobjekten. Daraus ging hervor, dass es keine Erklärungen für 144 Himmelserscheinungen aus den vergangenen zwei Jahrzehnten gibt.