Ukraine: Hafenstadt Mariupol meldet neue Luftangriffe

Obwohl Moskau zurückweist, zivile Ziele anzugreifen, wurden wohl Bomben in der Nähe eines Wohnhauses abgeworfen. Eine Universität soll getroffen worden sein.

Blick aus einem zerstörten Gebäude in der Hafenstadt Mariupol.
Blick aus einem zerstörten Gebäude in der Hafenstadt Mariupol.AP/Evgeniy Maloletka

Auf die von russischen Truppen belagerte ukrainische Hafenstadt Mariupol hat es am Donnerstag nach Angaben des Stadtrats neue Luftangriffe gegeben. In der Nähe eines Wohnhauses seien Bomben abgeworfen worden, teilte der Stadtrat am Mittag im Nachrichtenkanal Telegram mit. Die Technische Universität in der Nähe des Stadtzentrums sei getroffen worden. Angaben zu Opfern lagen zunächst nicht vor. Auf einem Video waren Einschläge zu sehen. Ein Platz war übersät mit Trümmern.

Der Stadtrat machte Russland für den Angriff verantwortlich. Moskau hat stets zurückgewiesen, zivile Ziele anzugreifen. Das russische Verteidigungsministerium kündigte zudem die Einnahme mehrerer Stadtteile der Stadt am Asowschen Meer an. Russische Truppen und Kämpfer aus Donezk stünden bereits am Stahlwerk Asow-Stahl, sagte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow.

In den vergangenen Tagen waren bereits mehrere Anläufe für Evakuierungen von Zivilisten aus der Stadt gescheitert. Mariupol im Südosten des Landes hat offiziell 400.000 Einwohner. (dpa)