Deutschland sei nicht gut vorgesorgt, wenn kurzfristig weniger oder gar kein russisches Gas geliefert werden würde. Das sagte Bundesnetzagentur-Chef Müller am Samstag im Interview der Woche im Deutschlandfunk. Zwar würden sich die Gasspeicher besser füllen als in den Vorjahren, „aber sie sind noch nicht gut genug gefüllt“, so Müller. Erst wenn die Vorräte bei „90 Prozent plus X“ lägen, hätte Deutschland zumindest für zweieinhalb Monate, bei einem normalen Winter, einen Puffer. „Richtig gut ist das alles trotzdem natürlich nicht“, so Müller weiter.

Er äußerte sich daher positiv in Bezug auf die Entscheidung für den Bau schwimmender LNG-Flüssiggasterminals. „Das ist ein Umweg auf dem Weg zur Klimaneutralität, aber ich glaube, aktuell ein gerechtfertigter.“

Müller appelliert an Verbraucherinnen und Verbraucher

Darüber hinaus appellierte Müller auch an Verbraucherinnen und Verbraucher sparsamer mit Gas umzugehen: „Wenn es uns jetzt noch gelingt, sowohl in den privaten Haushalten wie auch in der Industrie sparsamer mit Gas umzugehen, uns Substitute zu besorgen, insgesamt effizienter zu sein, vielleicht auch auf das ein oder andere zu verzichten, um das sozusagen auch mit einzuspeichern, dann sieht es so aus, dass wir auch ordentlich durch die nächsten Winter kämen.“