Ukrainische Streitkräfte überraschen Söldnergruppe Wagner in Hotel – Tote

Ukrainischen Streitkräften ist offenbar ein Schlag gegen die berüchtigte Privatarmee gelungen. Die Söldner gelten als besonders brutal. Nun sind viele von ihnen tot.

Ukraine: Sanitäter und Soldaten auf einem gepanzerten Mannschaftswagen. Die ukrainischen Truppen setzen ihre Gegenoffensive in der Ostukraine fort. Nun soll ihnen ein großer Schlag gegen die Söldnergruppe Wagner gelungen sein. 
Ukraine: Sanitäter und Soldaten auf einem gepanzerten Mannschaftswagen. Die ukrainischen Truppen setzen ihre Gegenoffensive in der Ostukraine fort. Nun soll ihnen ein großer Schlag gegen die Söldnergruppe Wagner gelungen sein. imago/Zuma

Ukrainische Streitkräfte haben offenbar am Wochenende ein Hotel im Osten des Landes angegriffen, in dem sich Anhänger der Söldnergruppe Wagner aufhielten. Laut dem örtlichen Gouverneur wurden zahlreiche Söldner dabei getötet. 

Hotel diente den Wagner-Söldnern offenbar als Hauptquartier

Serhiy Haidai, der Gouverneur der von Russland besetzten Region Luhansk, erklärte gegenüber ukrainischen Medien, dass die Streitkräfte am Samstag ein Hotel in der Stadt Kadijiwka in der Region Luhansk angegriffen hätten.

Bei dem besagten Angriff habe Russland „erhebliche Verluste“ erlitten. Weiter erklärte der Regionalpolitiker, dass es sich bei der Unterkunft um ein „Wagner-Hauptquartier“ handelte. Zudem rechne er damit, dass „mindestens 50 Prozent“ der überlebenden Söldner aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung sterben würden, so Haidai. 

Bilder: Hotel liegt in Schutt und Asche

Ukrainische Medien berichten derweil, dass Russland erklärt habe, die Explosion sei durch US-amerikanische HIMARS-Raketen verursacht worden. Zudem postete die Nachrichtenwebsite Euromaidan Press Aufnahmen auf Twitter, die das zerstörte Hotel zeigen sollen. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. 

Die Söldnergruppe Wagner gilt als Russlands „Schattenarmee“, ihre Kämpfer sind in vielen Konfliktregionen sowie in der Ukraine im Einsatz. Den Söldnern wurden in der Vergangenheit immer wieder Verstöße gegen Menschenrechte vorgeworfen, darunter Folter und gezielte Tötungen. Das private Militärunternehmen wurde von Jewgeni Prigoschin, einem ehemaligen Gastronomen und engen Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin, gegründet. Der auch „Putins Koch“ genannte Prigoschin hatte sich erst im September öffentlich dazu bekannt, die lange geheim agierende Gruppe gegründet zu haben. Im Oktober eröffneten die Wagner-Söldner in St. Petersburg ein offizielles Hauptquartier. (mit AFP)