Ukraine: Rheinmetall könnte insgesamt 139 Leopard-Panzer liefern 

Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass 29 Panzer vom Typ 2A4 bereits bis Mai bereitstehen könnten. 

Ein Kampfpanzer der Bundeswehr vom Typ Leopard 2 A7V steht auf dem Übungsplatz. Seit Monaten wird über die Unterstützung der Ukraine mit Leopard-Panzern diskutiert.
Ein Kampfpanzer der Bundeswehr vom Typ Leopard 2 A7V steht auf dem Übungsplatz. Seit Monaten wird über die Unterstützung der Ukraine mit Leopard-Panzern diskutiert.dpa/Philipp Schulze

Der Rüstungskonzern Rheinmetall könnte der Ukraine nach Angaben eines Sprechers insgesamt 139 Leopard-Panzer der Typen 1 und 2 liefern. Das Unternehmen habe derzeit 29 Leopard 2A4 „für die Ringtausch-Projekte in Arbeit“, sagte der Unternehmenssprecher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben). Diese könnten bereits im April oder Mai dieses Jahres bereitstehen. Vom Leopard 1 könne Rheinmetall 88 Fahrzeuge „verfügbar machen“.

Zudem verfüge der Konzern noch über 22 weitere Leopard 2A4, deren Instandsetzung ein knappes Jahr dauern würde, so dass sie Ende 2023 oder Anfang 2024 ausgeliefert werden könnten, fügte der Sprecher hinzu.

EU-Außenminister üben Druck auf Scholz aus

Mehrere EU-Außenminister hatten am Montag bei einem Treffen in Brüssel den Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erhöht, Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern beziehungsweise mindestens der Lieferung von Leopard-Panzern durch andere Staaten zuzustimmen. Polen hat bereits angekündigt, bei der Bundesregierung die Genehmigung für die Lieferung eigener Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine zu beantragen, notfalls aber auch ohne Zustimmung Deutschlands zu liefern.