Ukraine: Russland erhöht militärischen Druck in Donezk-Region

Nach Angaben aus Kiew ist Russlands Armee numerisch überlegen. Die Ukraine räumt ein, sich aus Soledar zurückgezogen zu haben.

Bachmut: Ein Anwohner geht auf einer Straße entlang an beschädigten Gebäuden. 
Bachmut: Ein Anwohner geht auf einer Straße entlang an beschädigten Gebäuden. LIBKOS/AP

Russland hat nach ukrainischen Angaben den militärischen Druck im Kampf um die Stadt Bachmut in der ostukrainischen Donezk-Region erhöht. „Der Feind intensiviert seinen Druck in den Sektoren Bachmut und Wuhledar“, erklärte die ukrainische Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar am Mittwoch. Im Donbass hätten sie der überlegenen Anzahl russischer „Soldaten und Waffen“ den Vorteil einer „professionellen Militärführung und des Muts der Soldaten“ entgegenzusetzen.

Maljar gab an, dass Russland eine große Anzahl von Soldaten sowie viel militärische Ausrüstung und Waffen in den Kampf schicke. Moskau verzeichne „beträchtliche Verluste“, gebe aber nicht auf.

Ukraine räumt Rückzug aus Soledar ein

Die komplette Einnahme der Region Donezk ist Russlands wesentliches Ziel in der Ukraine. Bereits seit 2014 besetzen prorussische Separatisten einen Teil der Donbass-Region.

Am Mittwoch hatte die Ukraine eingeräumt, sich aus dem heftig umkämpften Ort Soledar in der Region zurückgezogen zu haben. Er liegt nur etwa 15 Kilometer nordöstlich der Stadt Bachmut, welche die russische Armee und die Söldnertruppe Wagner seit Monaten einzunehmen versuchen. Es ist das erste Mal, dass auch die Stadt Wuhledar unter den Schauplätzen „intensiver“ Kämpfe genannt wird.