Bei einem russischen Angriff auf die Regionalverwaltung in der südukrainischen Stadt Mykolajiw sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens sieben Menschen getötet und 22 weitere Menschen verletzt worden. Die Trümmer würden derzeit noch durchkämmt auf der Suche nach weiteren Opfern, sagte Selenskyj am Dienstag in einer Videobotschaft vor dem dänischen Parlament. Mykolajiw steht seit Wochen unter russischem Beschuss, zuletzt hatten die Angriffe auf die Stadt jedoch nachgelassen.

Zuvor Gouverneur Vitali Kim erklärt, bei dem russischen Angriff seien die meisten Menschen „wie durch ein Wunder“ entkommen. Ihm zufolge wurde die Hälfte des Gebäudes zerstört. Mykolajiw liegt im Süden der Ukraine zwischen Odessa und Cherson.

Bei der Belagerung der südlichen Hafenstadt Mariupol warf Selenskyj Russland ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor. „Was die russischen Truppen in Mariupol tun, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das vor den Augen der ganzen Welt in Echtzeit geschieht“, sagte er vor dem dänischen Parlament.