Ukrainerin in Berlin erstochen: Haftbefehl gegen Ehemann

Der 50-Jährige soll am Samstag seine Frau in einer Flüchtlingsunterkunft in Alt-Hohenschönhausen getötet haben. Es sitzt nun in Untersuchungshaft und schweigt.

Ein Polizist führt einen Verdächtigen in Handschellen ab (Symbolbild). 
Ein Polizist führt einen Verdächtigen in Handschellen ab (Symbolbild). imago/Jochen Tack

Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau aus der Ukraine in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin hat ein Richter Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter erlassen. Dem 50-jährigen Ehemann des Opfers werde Totschlag vorgeworfen, teilte die Polizei am Sonntag auf Anfrage mit. „Der Beschuldigte hat sich nach anwaltlicher Beratung weder der Mordkommission noch dem Haftrichter gegenüber geäußert“, erklärte sein Strafverteidiger Ehssan Khazaeli dieser Zeitung gegenüber. 

Nach bisherigen Ermittlungen geriet das Paar in einem Heim in Alt-Hohenschönhausen am Samstag in Streit. Dabei soll der Mann seine Ehefrau so schwer verletzt haben, dass sie starb. Nach Informationen der Berliner Zeitung soll er der 44-Jährigen mit einem Messer tiefe Stichverletzungen zugefügt haben. Nach Angaben des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten mussten die beiden sechs und 17 Jahre alten Kinder des Paares die Tat mitansehen. Sie wurden mittlerweile in die Obhut des Jugendamtes übergeben.