Berlin - Vier von fünf Deutschen gehen gern zu Fuß – in einer ADAC-Umfrage sagte aber nur die Hälfte aller Befragten, sie fühlten sich als Fußgänger in der Stadt auch sicher. Als besonders rücksichtslos werden Menschen auf dem E-Scooter empfunden, wie 48 Prozent der Befragten demnach sagten. 53 Prozent ärgern sich über auf dem Gehweg abgestellte Scooter und Fahrräder, 45 Prozent darüber, dass manchmal gar kein Gehweg vorhanden ist.

Der ADAC befragte nach Angaben vom Donnerstag rund 3200 Fußgängerinnen und Fußgänger ab 18 Jahren in 16 deutschen Großstädten – in jedem Bundesland die Stadt mit den meisten Einwohnern. In Köln, Hamburg und Berlin sind demnach sogar 60 Prozent von Menschen auf dem E-Scooter genervt. Insgesamt schnitt Köln bei der Frage nach der Sicherheit als Fußgänger am schlechtesten ab – Rostock am besten.

Fußgänger ärgern sich über Radfahrer auf dem Gehweg

Rücksichtlos empfinden Fußgängerinnen und Fußgänger auch Radfahrende (45 Prozent), Autofahrende (30 Prozent) und andere, die zu Fuß unterwegs sind (24 Prozent). Die anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer stören auch, weil sie in zu geringem Abstand überholen (Fahrradfahrende) oder beim Abbiegen nicht auf Fußgänger achten (Autofahrende).

62 Prozent der Befragten ärgern sich, wenn Radfahrende unerlaubt auf dem Gehweg fahren, 60 Prozent, wenn Autofahrende Kreuzungen zuparken. 45 Prozent der Befragten stören sich den Angaben zufolge an schlecht einsehbaren Kreuzungen oder holprigen Gehwegen. Ampeln mit zu kurzen Grünphasen sowie Unterbrechungen durch Mittelinseln bemängeln je 44 Prozent.