Düsseldorf - Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC greifen immer mehr Konsumenten zu Bio-Produkten. Demnach ist der Anteil der Bio-Käufer seit 2017 um fast 50 Prozent gestiegen. Bei 24 Prozent der Bundesbürger sollen nach eigener Einschätzung mittlerweile mehr Biolebensmittel als konventionelle Produkte im Einkaufskorb landen – 2017 waren es noch 14 Prozent, so PwC. Bei nur jedem Zehnten landen offenbar überhaupt keine Bioprodukte im Einkaufskorb.

Immer mehr Menschen achteten auf ihre Ernährung und entschieden sich bewusst für den Kauf von Biolebensmitteln, sagt Dr. Christian Wulff, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland. 

Wer Kinder hat, kauft öfter bio

Alter und der Lebenssituation spielten dabei eine Rolle, wie hoch der Anteil der Bioprodukte im Einkaufswagen ist: In Haushalten, in denen Kinder leben, komme Essen mit Bio-Siegel zum Beispiel deutlich häufiger auf den Tisch. 42 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe greifen eher zu biologisch angebauten Nahrungsmitteln als zu konventionell erzeugten, heißt es.

Besonders bei Obst und Gemüse würden 64 Prozent aller Bundesbürger Bioqualität bevorzugen. Aber auch bei Fleisch- und Wurstwaren sowie Molkereiprodukten sei der Anteil der Bio-Käufer in den vergangenen vier Jahren um ein Drittel gestiegen – und liege nun bei 48 Prozent, erklärt die Unternehmensberatung. 

Preisargument weniger ausschlaggebend

Während das wichtigste Argument für Bioprodukte der Wunsch nach einer ausgewogenen und gesunden Ernährung sei, spräche aus Sicht der Konsumenten vor allem der Preis für das konventionelle Produkt – das sagen der Umfrage zufolge 49 Prozent. Das Preisargument habe im Vergleich zu 2017 jedoch an Schlagkraft verloren: Damals gaben 63 Prozent an, dass sie sich aus Kostengründen für das konventionelle Produkt entscheiden.

Die 1000 Teilnehmer der Studie wurden zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 befragt.