Berlin - Die Mehrheit der Deutschen ist derzeit dagegen, dass Spitzensportler bei der Verteilung der Impfstoffe bevorzugt werden. In einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag der WDR-Sendung Sport inside sprachen sich 73 Prozent der Menschen dagegen aus, dass Teilnehmer großer internationaler Sportveranstaltungen bei der Corona-Schutzimpfung priorisiert behandelt werden. Lediglich 24 Prozent der Befragten würden eine solche Regelung befürworten.

Die Tendenz zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg, bei den Frauen (78 Prozent) ist noch eine größere Ablehnung des Vorschlags erkennbar als bei Männern (67 Prozent). Zuletzt waren vermehrt Diskussionen aufgekommen, ob Sportler vor Ereignissen wie Olympischen und Paralympischen Spielen oder der Fußball-Europameisterschaft bevorzugt geimpft werden sollten.

Die Spitzen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) oder der Europäischen Fußball-Union (UEFA) haben sich diesbezüglich bislang sehr zurückhaltend geäußert.