Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
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BerlinEs ist ein anderes Bild als die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen vermuten ließen: Die Zustimmung für die Bundesregierung hat einer Umfrage zufolge einen neuen Höchststand erreicht. Laut dem neuen ARD-„Deutschlandtrend“ von Infratest dimap sind zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) mit der Arbeit von Schwarz-Rot zufrieden. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als bei den bisherigen Höchstwerten im Mai und August dieses Jahres. Befragt wurden 1027 Wahlberechtigte.

Insbesondere die SPD kann sich über einen leichten Aufschwung freuen: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen die Sozialdemokraten auf 17 Prozent (+2 Prozentpunkte) der Stimmen. Die Union hat hingegen zwei Prozentpunkte eingebüßt und kommt noch auf 36 Prozent. Zweitstärkste Kraft wären immer noch die Grünen mit 19 Prozent (+1). Die AfD landet bei 10 Prozent (-1), die Werte von Linken (7 Prozent) und FDP (6 Prozent) bleiben unverändert.

Im Rennen um die Kanzlerkandidatur bei der Union bleibt Markus Söder im Umfragehoch. Mehr als jeder zweite Bundesbürger (56 Prozent) hält den bayerischen Ministerpräsidenten für einen guten Kandidaten. Unter den Unionsanhängern sehen das sogar 75 Prozent so. Damit erfährt Söder laut ARD die mit Abstand stärkste Unterstützung aller öffentlich in der Diskussion stehender Kandidaten der Union. Er selbst hat aber bislang immer betont, sein Platz sei in Bayern.

Bei den Grünen wird derzeit Robert Habeck als der geeignetere Spitzenkandidat gesehen: 42 Prozent der Bundesbürger bezeichnen ihn als guten Grünen-Kanzlerkandidaten. Annalena Baerbock kommt auf 28 Prozent.