Markus Söder (CSU)
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BerlinBayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) liegt in der Kanzlerfrage im Vergleich zu Kandidaten anderer Parteien in einer Umfrage vorn: In dem am Sonnabend veröffentlichten RTL/n-tv-„Trendbarometer“ des Instituts Forsa käme ein Kanzlerkandidat Söder im Rennen gegen den SPD-Politiker Olaf Scholz und den Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck auf 41 Prozent Zustimmung. Auf Habeck entfielen 20 Prozent, auf Scholz 14 Prozent.

Auf die Frage nach einer Kanzlerkandidatur entgegnet Söder in der Regel lediglich, dass sein Platz in Bayern sei. Seine jüngsten Auftritte werden von manchen in der CDU aber so interpretiert, dass er durchaus Interesse an einer Kanzlerkandidatur habe.

Die Umfrage zeigt aber nicht nur erheblichen Zuspruch für eine Kanzlerkandidatur von Markus Söder, sondern gleichzeitig auch für eine Wahl von Jens Spahn an die CDU-Spitze. 49 Prozent der Befragten sehen ein solches Gespann als „gute Lösung“. Unter Unionsanhängern sagten dies sogar zwei Drittel.

Spahn bleibt bei Unterstützung von Laschet

Spahn will den Rufen von Parteifreunden nach einer eigenen Kandidatur für den CDU-Vorsitz indes offenbar nicht folgen. Es sei eine „bewusste Entscheidung“ gewesen, dass er im Team die Kandidatur von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet unterstütze, und dies gelte „weiterhin“, sagte Spahn am Sonnabend im Deutschlandfunk. 

Spahn mahnte seine Anhänger in der CDU vor Personaldebatten. Die Bürger wollten derzeit über die Gefahr einer zweiten Corona-Infektionswelle reden – „aber jetzt nicht monatelang über Personalfragen“. Er bleibe dabei: „Herr Laschet und ich, wir haben entschieden, im Team ein Angebot an die Partei zu machen.“ Ihnen gehe es darum, dass „Zusammenhalt auch an der Spitze gelebt wird, als Team gelebt wird“.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere CDU-Abgeordnete den Gesundheitsminister aufgefordert, selbst zu kandidieren. Sie begründeten dies unter anderem damit, dass Spahn im Umgang mit der Corona-Pandemie eine gute Figur gemacht habe. 

Auf dem Stuttgarter Parteitag will die CDU im Dezember über die Nachfolge der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer entscheiden. Offizielle Bewerber sind bisher NRW-Ministerpräsident Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Spahn unterstützt im Tandem mit Laschet dessen Kandidatur.