Berlin - Emojis (aus dem japanischen, Bedeutung: Bildschriftzeichen) werden von 80 Prozent aller Deutschen versendet. 41 Prozent tun dies täglich, doch die Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zeigt, dass sich Meinungen zu Emojis unterscheiden. „Emojis sind zu einem elementaren Teil der Internetkultur geworden und prägen die Kommunikation insbesondere unter jungen Menschen.“, bestätigt der Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Doch nicht nur junge Menschen nutzen Emojis. Obwohl in der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen die häufigsten Nutzer sind (88 Prozent), liegt selbst bei Senioren über 65 die prozentuelle Häufigkeit der Nutzung von Emojis noch bei 59 Prozent.  

Die Umfrage zeigt jedoch, dass selbst Emoji-Nutzer sich oft nicht einig sind über ihre Verwendung. Die eine Hälfte der Befragten antwortet häufig nur mit Emojis auf Nachrichten, die andere ist von diesem Verhalten genervt. 10 Prozent aller Menschen sind grundsätzlich von Emojis genervt und mehr als die Hälfte fühlt sich oft von ihnen verwirrt (57 Prozent).

Wie werden Emojis genutzt?

Emojis sind eine Art Weltsprache im Internet-Zeitalter geworden, sie verweisen auf Gefühle, Gegenstände, Orte etc. Für die meisten Fans haben Emojis aber gleich mehrere Vorteile: Sie sparen Zeit (69 Prozent), helfen andere besser zu verstehen (44 Prozent) sowie die eigenen Emotionen besser auszudrücken (42 Prozent). Andererseits wird auch von Emoji-Usern bestätigt, dass es zu viele Emojis gibt, was bei einem Katalog von fast 3000 Symbolen nachvollziehbar ist. 

Eine neue Studie der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg (MLU) zeigt, dass sich auch Jugendliche bewusst sind, dass unzählige Emojis oft überflüssig sind und nur als Hilfe gebraucht werden, um die Nachricht besser zu verstehen. „Es zeigt sich, dass Jugendliche oft sehr wohl über Rechtschreibkompetenz verfügen, in der digitalen Kommunikation aber andere Normen gelten, die ein persönlicheres, adressatengerechtes Kommunizieren ermöglichen“, erläutert der Linguist Florian Busch, der die Studie durchführte.