Die immer weiter steigenden Lebensmittelpreise beeinflussen das Verhalten der Verbraucher. Eine Erhebung des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik (DIL) und der Landesinitiative Ernährungswirtschaft Niedersachsen hat ergeben, dass die Nachhaltigkeit für viele Verbraucher eher in den Hintergrund rückt. Die Tagesschau hatte darüber berichtet.

Die Befragten achten der Erhebung zufolge aktuell besonders auf Sonderangebote und günstige Lebensmittel. Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie teils deutlich mehr Geld für Essen ausgeben müssen als vor dem Ukraine-Krieg. Rund 24 Prozent gaben an, gleich viel Geld wie vor Kriegsbeginn für Essen auszugeben.

80 Prozent der Bürger haben Angst vor Lebensmittelknappheit

Die Lebensmittelpreise waren im Mai erneut deutlich angestiegen. Laut Statistischem Bundesamt erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel für die privaten Haushalte im vergangenen Monat um 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Mai wurden vor allem Speisefette und Speiseöle erheblich teurer, hier betrug das Plus 38,7 Prozent.

Der Umfrage zufolge sind fast 80 Prozent der Befragten besorgt wegen möglicher Lebensmittelknappheiten: Mehr als die Hälfte hält in nächster Zeit Einschränkungen bei Speiseölen (67 Prozent) und bei Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker oder Nudeln (58 Prozent) oder bei Brot und Backwaren (36 Prozent) für wahrscheinlich.

Für die Umfrage wurden vom 21. bis zum 25. April deutschlandweit knapp 1500 Menschen befragt.