Das Unternehmen des umstrittenen Bauprojekts „Coral World“ in Berlin-Lichtenberg hat Befreiung bei der Lichtenberger Baubehörde beantragt. Das Coral World Berlin (CWB) soll somit höher und breiter werden als ursprünglich geplant, wie der Tagesspiegel schreibt.

Die Bezirksverordnetenversammlung hatte 2019 mehrheitlich für den Bebauungsplan Ostkreuz abgestimmt. Das Projekt wurde zuerst als Bildungsstätte und Aquarium beworben. Coral World Berlin beantragte dann unter anderem die Baugenehmigung für ein Hotel mit 169 Doppelzimmern und 106 Auto-Stellplätze.  Das Bauvorhaben sorgte bei den Anwohnern für Unmut. Diese kritisierten eine Stadtentwicklungspolitik, die eher im Sinne der Touristen plant, als im Sinne der Einwohner.

Jetzt will Coral World Berlin höher und breiter bauen als ursprünglich im Bauantrag angegeben. Grund seien die Technik und die geplanten Terrassen des Projekts. Der Antrag auf Befreiung sei „kein unüblicher Vorgang“, so der SPD-Stadtrat Kevin Hönicke. Laut Hönicke kommt es oft vor, dass es Befreiungen von Bebauungsplänen gibt. Man würde nun prüfen, ob den Grundzügen der Planung widersprochen wird und Interessen Dritter betroffen seien.

Neben dem Bau des Aquariums verpflichtete sich CWB im April 2017 dem Land Berlin gegenüber eine öffentlichen Grünanlage mit Spielplatz zu errichten und diese bis 2037 zu pflegen. Die Anlage soll auf Flächen des Landes Berlin entstehen und Teil des Wasserparks sein.