BerlinEtwa jeder achte Autofahrer in Berlin hatte im Jahr 2019 einen Schaden an seinem Kfz zu beklagen. Besonders häufig gingen Autos in Charlottenburg-Wilmersdorf kaputt. Dies geht aus einer Statistik hervor, für die die Versicherung Generali in Deutschland mehr als 270.000 Schadensfälle des Jahres 2019 ausgewertet hat. In der Bundesrepublik gibt es etwa 65,8 Millionen zugelassene Fahrzeuge.

Bei der diesjährigen Auswertung der Generali wurde Berlin im Vergleich der Bundesländer von Hamburg überholt, wie die Versicherung weiter mitteilt. Mit 11,7 Schäden pro 100 Einwohner fiel Berlin knapp hinter die Hansestadt zurück, die auf 12,0 Schäden pro 100 Einwohner kommt.

Insgesamt ist die Schadenshäufigkeit in Berlin gesunken: 2017 lag sie noch bei 15,5 Schäden pro 100 Einwohner. 2017 hatte noch jeder sechste Berliner einen Schaden am Kfz.  Mit einer durchschnittlichen Schadenshöhe von 2752 Euro liegt Berlin gut 400 Euro über dem Bundesdurchschnitt.

Besonders häufig von Kfz-Schäden betroffen sind Versicherungsnehmer aus dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Im Ortsteil Halensee lag die Schadenshäufigkeit für 2019 bei 23,5 Prozent. Das angrenzende Wilmersdorf (16,9 Prozent) und Schmargendorf (15,9 Prozent) belegen den zweiten und dritten Platz. Zum Vergleich: Etwa neun Prozent aller Versicherten in Deutschland haben im letzten Jahr einen Schaden angezeigt, so die Versicherung.

Deutlich entspannter geht es hingegen am Stadtrand zu: In Bohnsdorf (Bezirk Treptow-Köpenick) liegt die Schadenshäufigkeit bei gerade einmal 7,4 Prozent. In Borsigwalde (Reinickendorf) liegt sie bei 8,3 Prozent und auch in Mahlsdorf (Marzahn-Hellersdorf) müssen sich Autofahrer bei 8,4 Prozent weniger Sorgen um ihre Fahrzeuge machen.

Roland Stoffels, Vorstand der Versicherung, weist darauf hin, dass ein hohes Verkehrsaufkommen zu Unfällen führt. Nach Angaben der Generali sind in den letzten zwei Jahren 18.000 Autos in Berlin neu zugelassen worden.