Unfälle bei Schnee und Glätte in Brandenburg: Ein Toter

Wegen winterlicher Verhältnisse kommt es auf zahlreichen Straßen in Brandenburg zu Unfällen. In der Prignitz stirbt ein Autofahrer. Ein Polizist rettet sich ...

ARCHIV - Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.
ARCHIV - Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.David Inderlied/dpa/Symbolbild

Potsdam-Schnee und Glätte haben in Brandenburg zu Unfällen mit einem Toten und mehreren Verletzten geführt. In den meisten Fällen schätzten Autofahrer die Witterungsverhältnisse falsch ein, rutschten etwa in Straßengräben oder kamen auf winterglatter Fahrbahn ins Schleudern.

Am frühen Samstagmorgen kam auf der Autobahn A24 ein Autofahrer bei einem Unfall ums Leben. Der Mann kam auf glatter Straße zwischen den Anschlüssen Pritzwalk und Meyenburg (Landkreis Prignitz) in Richtung Hamburg von der Fahrbahn ab und fuhr in den Straßengraben, wie der Lagedienst des Polizeipräsidiums in Potsdam mitteilte. Der Fahrer wurde aus seinem Wagen geschleudert und verletzte sich dabei so schwer, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Auf der Autobahn A13 geriet ein Lastwagen zwischen den Anschlüssen Ortrand und Ruhland (Oberspreewald-Lausitz) bei Straßenglätte ins Schleudern. Der Lkw-Fahrer konnte das Fahrzeug noch stoppen, allerdings fuhr ein Kleintransporter auf den Laster auf. Dessen Fahrer wurde dabei eingeklemmt und musste von den Rettungskräften aus seinem Fahrzeug geborgen werden. Auch der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht. Die Fahrbahn in Richtung Berlin war zeitweise gesperrt.

Auf der Bundesstraße 96 bei Luckau Richtung Hoyerswerda kam ein Autofahrer ins Schleudern, geriet dadurch in den Gegenverkehr und prallte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Das Auto landete im Graben, beide Autofahrer wurden nach Angaben der Polizei verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Auf der Landstraße 80 bei Zülichendorf im Landkreis Teltow-Fläming kam ein Autofahrer am Samstag auf winterglatter Fahrbahn von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Bei der Aufnahme eines Glätteunfalls auf der Bundesstraße 96 rettete sich ein 41-jähriger Polizist mit einem Sprung über die Leitplanke vor einem heran nahenden Fahrzeug. Ein noch unbekannter Fahrer, der sich aus Richtung Nassenheide (Oberhavel) der Unfallstelle näherte, geriet wegen Eisglätte ins Schleudern, der Beamte wurde durch den rettenden Sprung leicht verletzt. Der Fahrer entfernte sich anschließend vom Unfallort. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Unfälle wegen Schnee und Glätte mit Sachschaden gab es am Samstag auch in Strausberg, Eberswalde und bei Bad Freienwalde (alle Märkisch-Oderland). Verletzt wurden nach Angaben der Polizei niemand.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war es am Samstag örtlich glatt mit leichtem Dauerfrost. Im Süden, Osten und Norden Brandenburgs fiel etwas Schnee, örtlich auch Schneegriesel. Die Temperaturen lagen zwischen minus zwei und null Grad. Der Sonntag zeigte sich trüb mit steigenden Werten von zwei bis vier Grad. In der Nacht und am Montagmorgen sollte es nach Angaben der DWD-Meteorolgen örtlich regnen bei Tiefstwerten zwischen drei und ein Grad.