Über das geplante EU-Öl-Embargo gegen Russland schreibt die regierungsnahe Budapester Tageszeitung Magyar Nemzet am Donnerstag: „Die EU hat Sanktionen verhängt und versucht so, die Kriegsanstrengungen Moskaus zu bremsen. Auch Ungarn hat ihnen zugestimmt. Doch es gibt eine rote Linie. Das wäre der Boykott von Energieträgern aus Russland. Mehrere Länder Europas, darunter Ungarn, sind in einer Abhängigkeitssituation. (...) Bekäme Ungarn kein Öl aus Russland (...), würden Tankstellen schließen, Landwirtschaftsflächen unbearbeitet bleiben, Fabriken stillstehen, Massen von Menschen ihre Arbeit verlieren. Grundlegende Dienstleistungen würden ausfallen, von den Schulen bis zum Gesundheitssystem. (...) Mit undurchdachten Sanktionen würde man nichts anderes erreichen, als dass sich auch dort Kriegszustände einstellen würden, wo die Waffen schweigen.“