Ungarn will deutlich mehr Gas von Russland kaufen

Viktor Orbán will mehr Gas für sein Land. Insgesamt 700 zusätzliche Kubikmeter sollen es sein. Russland ist Handelspartner.

Eine Verdichterstation für russisches Erdgas (Symbolbild)
Eine Verdichterstation für russisches Erdgas (Symbolbild)dpa/Patrick Pleul

Ungeachtet der Bestrebungen der Europäischen Union, sich unabhängiger von Energielieferungen aus Russland zu machen, will Ungarn 700 Millionen zusätzliche Kubikmeter Gas von Moskau kaufen. Dies kündigte am Donnerstag die Fidesz-Partei von Regierungschef Viktor Orbán an. Außenminister Péter Szijjártó werde noch im Laufe des Tages nach Moskau reisen, um über neue Gaslieferungen zu sprechen.

Der zusätzliche Gas-Einkauf werde angestrebt, „um die Sicherheit von Ungarns Energieversorgung zu gewährleisten“, erklärte die Fidesz-Partei. Außenminister Szijjártó solle darüber in Moskau „verhandeln“.

Sanktionen: EU verhängte Embargo gegen russisches Erdöl

In Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hat die EU drastische Sanktionen gegen Moskau verhängt. Dazu zählt unter anderem ein weitreichendes Embargo gegen russisches Erdöl. Bei Gas gibt es eine solche Maßnahme aber nicht.

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Seit seinem Einmarsch in die Ukraine hat Russland von sich aus seine Gaslieferungen nach Europa deutlich gedrosselt. Dies löste unter anderem in Deutschland Sorge um die Energiesicherheit im anstehenden Winter aus.