Aus Angst vor der Freundin: Mann erfindet Entführung nach Ballermann-Party

Am Ballermann entführt und ausgeraubt – so berichtete es ein junger Partygänger der Polizei. Die Beamten durchschauten die ungewöhnliche Notlüge des Mannes.

Feiern ohne Sorgen? Für einen jungen Ballermann-Besucher war dies offenbar nur durch eine Notlüge möglich.
Feiern ohne Sorgen? Für einen jungen Ballermann-Besucher war dies offenbar nur durch eine Notlüge möglich.dpa/Clara Margais

„Bierkönig Nächte sind lang“ – so besang Schlagersänger Chriss Tuxi einst die ausgelassenen Feierexzesse an der Playa de Palma. Diesen Vorsatz scheint sich auch ein junger Partygänger zu Herzen genommen zu haben, der, wie zuerst die Mallorca Zeitung berichtete, nach einer durchzechten Nacht am Ballermann händeringend nach einem Alibi für das zu lang gewordene Trinkgelage suchte. Der unkonventionelle Lösungsansatz des jungen Mannes: Eine erfundene Entführung.

Wie aus einer Pressemitteilung der mallorquinischen Polizei vom Dienstag hervorgeht, wollte der Schluckspecht offenbar Ärger mit seiner Freundin vermeiden. Daher habe der Mann in den frühen Morgenstunden die Guardia Civil aufgesucht und den Beamten eine abenteuerliche und – wie sich später herausstellte – frei erfundene Geschichte aufgetischt.

Ein fast perfektes Alibi?

Vier unbekannte Männer hätten den jungen Mann gegen dessen Willen in ein Auto gezerrt, beraubt und wenig später auf der Autobahn von Palma de Mallorca nach Alcúdia ausgesetzt. Unter anderem seien dabei die wertvollen Kopfhörer des vermeintlichen Opfers gestohlen worden. Den Ermittlern sei jedoch relativ schnell klar gewesen, dass sich der Tathergang so nicht abgespielt haben könne.

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Als die Polizeibeamten den Lügenbold mit ihren Zweifeln konfrontierten, habe dieser schließlich gestanden. Bei der Entführungsgeschichte habe es sich lediglich um einen Vorwand des Mannes gehandelt, um nicht wegen der großen Verspätung bei dessen Freundin in Ungnade zu fallen. Neben einer gehörigen Standpauke droht dem schwindelnden Partygänger nun auch eine Geldstrafe wegen Falschaussage.