Berlin - Die Berliner Polizei zieht rund um das Hauptstadtderby zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC (2:0) eine ausgebrochen positive Bilanz. Bis auf ein paar vereinzelte Zwischenfälle kam es kaum zu Ausschreitungen. „Das war ein gelungener und reibungsloser Einsatz. So sollte ein Derby immer sein “, erklärte Polizeisprecherin Anja Dierschke der Berliner Zeitung am Abend.     

Im Stadion an der Alten Försterei blieb es fast ausnahmslos friedlich. Kurz vor dem Spielende zündeten offenbar Hertha-Fans einen Nebeltopf und einen Blitzknaller. Andreas Luthe, Keeper der Heimmannschaft, musste sich kurz in Sicherheit bringen. Einen Fan mit Feuerwerk musste die Berliner Polizei während der Partie vor dem Stadion überprüfen. Mehr war nicht.   

„Auch nach dem Spiel wurde Pyrotechnik von den Fans auf den Straßen abgebrannt. Da haben wir aber ein Auge drauf. Wir sind im Stadtgebiet unterwegs“, so Anja Dierschke. Die Polizei begleitete beide Fangruppen zu den S-Bahnstationen. Getrennt, versteht sich. Die Unioner stiegen im S-Bahnhof Köpenick ein, die Herthaner am S-Bahnhof Spindlersfeld. „In den Kneipen wird jetzt weitergefeiert. Wir haben aber keine Hinweisen darauf, dass die Fangruppen sich treffen. Wir denken nicht, dass es zu Auseinandersetzungen kommt“, so  Anja Dierschke. 

Schlägerei am Nachmittag in Prenzlauer Berg

Vor dem Spiel hat es laut Polizei in Köpenick keine größeren Auseinandersetzungen gegeben. Am Nachmittag sind jedoch Fans von Herthas Amateurmannschaft und Union Berlin in der Dunckerstraße in Prenzlauer Berg aneinandergeraten. Unmittelbar nach der Massenschlägerei überprüfte die Polizei 21 Männer und eine Frau. Gegen sie wird nun wegen Landfriedensbruch ermittelt. 

Wie die Morgenpost am Abend berichtet, beklagen Fans beider Teams, dass am Einlass nicht genügend die 2G-Regel kontrolliert wurde. Zum Stadtderby in der Alten Försterei hatten Genesene und vollständig Geimpfte Zutritt. Dafür war die Alte Försterei am Abend ausverkauft gewesen. Die Überprüfung der 2G-Regel übernahm Union Berlin als Gastgeber