Union-Spieler Kruse: Freundin mit Bier beworfen und rassistisch beleidigt

Bei der Siegesfeier am Sonntag kam es zu dem Eklat, erzählt der Fußballspieler auf Instagram. Kruse: „Das fuckt mich ehrlich gesagt auch richtig ab.“

Der Fußballspieler Max Kruse hat das Siegtor beim Spiel seines Vereins 1. FC Union Berlin gegen den RB Leipzig geschossen. Bei der anschließenden Feier wurde seine Freundin rassistisch beleidigt. 
Der Fußballspieler Max Kruse hat das Siegtor beim Spiel seines Vereins 1. FC Union Berlin gegen den RB Leipzig geschossen. Bei der anschließenden Feier wurde seine Freundin rassistisch beleidigt. contrastphoto/O.Behrendt

Berlin-Der Fußballspieler Max Kruse hat am Sonntag auf Instagram beklagt, dass seine Freundin rassistisch beleidigt und mit Bier beworfen worden sei. Demnach kam es zu dem Eklat auf der Siegesfeier des 1. FC Union Berlin. Der Verein hatte am Samstag gegen RB Leipizig 2:1 gewonnen und damit den Einzug in den Europapokal gesichert. 

Der Spieler bedauert, dass er den Schuldigen nicht habe ausfindig machen können. Kruse sagte: „Ich weiß, dass wir als Union keine Rassisten sind. Trotzdem schade, dass ich den Kerl nicht gefunden habe.“  Und weiter: „Habe ich so noch nicht erlebt bei uns und werde ich hoffentlich auch nicht wieder erleben.“

Max Kruse mit seiner Freundin Dilara.
Max Kruse mit seiner Freundin Dilara.Matthias Koch

Es mache ihn „trotzdem schon ein bisschen traurig“. Rassismus sei bei Union fehl am Platz und „das fuckt mich ehrlich gesagt auch richtig ab“, so der Spieler. Kruse hält sich derzeit mit seiner Freundin in Monaco auf. Das Paar sah sich gemeinsam ein Formel 1- Rennen an.  

Union verurteilt Rassismus-Vorfall

Der 1. FC Union Berlin hat den von Rassismus-Vorfall scharf verurteilt. „Von diesen Idioten gibt es leider noch zu viele: Bleibt einfach weg und lasst uns in Ruhe!“, schrieb der Fußball-Bundesligist am Montag bei Twitter. Die Fans wurden aufgefordert, aktiv gegen solche Verfehlungen vorzugehen und im speziellen Fall bei der schwierigen Suche nach dem Täter zu helfen. „Eisern dagegenhalten und falls jemand das beobachtet hat, meldet Euch bitte bei uns!“, hieß es.