Es wird wieder ein Stimmungsspiel. Der 1. FC Union Berlin empfängt am Ostersonntag (17.30 Uhr/DAZN) Eintracht Frankfurt. 22.012 Fans werden dort sein, das Stadion An der Alten Försterei ist ausverkauft. Die Gäste treten mit dem Hochgefühl des Einzugs in das Halbfinale der Europa League und dem famosen Sieg im Camp Nou am Donnerstag gegen den FC Barcelona an.

Union gewann die beiden vergangenen Spiele in der Fußball-Bundesliga, dabei zuletzt das Derby bei Hertha BSC mit 4:1. Daheim ist Union in den vergangenen 30 Spielen auch nur zweimal geschlagen worden.

AUSGANGSLAGE: Union verfolgt nun das neue Ziel – und das heißt Europapokal. Mit weiteren drei Punkten könnten die Köpenicker ihre Ambitionen untermauern. Zudem wäre ein Sieg die perfekte Einstimmung auf die kommende Woche, wenn es zweimal gegen den zweiten deutschen Europa-League-Halbfinalisten geht. Am Mittwoch will Union dabei im DFB-Pokal bei RB Leipzig den Einzug ins Endspiel klarmachen. Als Pokalsieger wäre das Europapokal-Ticket auch gelöst. So wie die Eintracht sogar in die Champions League kommen könnte – wenn sie die Europa League gewinnen. Eine Niederlage in Berlin würde die internationalen Chancen über die Liga jedenfalls deutlich schmälern.

PERSONAL: Torwart Frederik Rönnow wird zum dritten Mal nacheinander im Union-Kasten stehen. Konkurrent Andreas Luthe trainiert nach einer Muskelverletzung zwar wieder mit. Er kommt aber wohl nur für die Bank infrage. Verteidiger Paul Jaeckel hat seine Gelbsperre abgesessen. Er steht wieder zur Verfügung. Trainer Urs Fischer kann mit seinem kompletten Personal planen.

ZITAT: „Wir konnten Köln zu Hause schlagen und das Derby für uns entscheiden. Aber es beginnt wieder von Neuem. Das was gewesen ist, ist schön und gut. Ich habe nach dem Spiel bei der Hertha gesagt, dass es die Leistungen zu bestätigen gilt. Das muss in die Köpfe.“ (Urs Fischer, Trainer 1. FC Union Berlin)

BESONDERES: Schlussmann Frederik Rönnow und Verteidiger Bastian Oczipka trugen früher auch das Frankfurter Trikot. Auf der Seite der Eintracht reist in Abwehrmann Christopher Lenz ein langjähriger ehemaliger Unioner an. Zu Hause konnte Union in sechs Pflichtspielen noch nie gegen Frankfurt gewinnen. Es gab zwei Unentschieden und vier Niederlagen.