Berlin - Der von Angela Merkel vorangetriebene Osterlockdown sorgt in der Wirtschaft für Unverständnis und Kopfschütteln. Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer des Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), sagte am Dienstag: „Verbieten, bremsen, schließen, viel mehr fällt der Politik offenbar nicht ein.“ Amsinck hält den neuerlichen harten Lockdown nicht für zielführend: „Dem Ende der Pandemie wird uns das nicht näher bringen“. 

Mit dem verschärften Lockdown „riskiert die Politik, dass noch mehr Unternehmen und Arbeitsplätze verloren gehen“, so Amsinck weiter. Dieser Verlust gefährde als Konsequenz „auch die Akzeptanz der Maßnahmen in den Betrieben und in der Bevölkerung“. Die Wirtschaft liefere „kluge Konzepte für die Öffnung, die Politik denkt vor allem an Schließungen“. Das passe nicht zusammen.

UVB-Geschäftsführer fordert „mehr Tempo beim Testen und Impfen“

Der UVB-Hauptgeschäftsführer fordert, dass Bund und Länder „endlich ihre Unzulänglichkeiten beim Krisenmanagement in den Griff bekommen“. Dazu sei in den jüngsten Beschlüssen „leider wenig zu finden“. Der Schlüssel zur Rückkehr der Normalität sei „mehr Tempo beim Testen und Impfen“.

Man bräuchte „endlich die Einbindung der Haus- und Betriebsärzte, um schnellstens alles zu verimpfen, was in den Kühlschränken liegt“. Wenn die Hersteller in Kürze „Hunderttausende Impfdosen liefern“, müsste man darauf vorbereitet sein. Das gehe aber „nur mit mehr Pragmatismus und weniger Bürokratie“.