Stuttgart/Langenargen - Auch im Süden und Osten Deutschlands haben Gewitter und Starkregen für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Der Bereich um den Stuttgarter Hauptbahnhof ist überschwemmt worden. Die Polizei teilte am Sonntagmorgen mit, dass das Wasser in der Schillerstraße zeitweise bis zu 30 Zentimeter hoch gestanden hat. Am Freitag war in Stuttgart bereits ein Mensch ums Leben gekommen, weil ein Bach das Gerüst einer Tunnelbaustelle unterspült hatte. 

Starkregen hat am Samstag auch im Zwickauer Land in Sachsen zu mehreren Straßensperrungen und vollgelaufenen Kellern geführt. Eine Straßenunterführung unter der Autobahn 4 sei wegen der großen Wassermenge unpassierbar gewesen, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. „Ein Auto stand bis zur Oberkante im Wasser und musste abgeschleppt werden.“ Auch eine Unterführung an einer Abfahrt der Bundesstraße 93 musste wegen meterhoher Wassermassen gesperrt werden. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.

Bodensee: Zwei Katamarane und eine Jolle gekentert

Stark betroffen war nach Feuerangaben auch der Ort Langenweißbach im Erzgebirge. „Die kleine Ortsfeuerwehr hatte in wenigen Stunden 35 Einsätze. Das Wasser ist quer durch den Ort gelaufen.“ Bäche seien über die Ufer getreten, zahlreiche Keller mussten leergepumpt werden. Das Unwetter in Zwickau und Umgebung sei sehr punktuell aufgetreten, ungefähr zwischen 17 und 19 Uhr. „Wir bekamen rund 170 Anrufe. Am Vormittag war noch völlig blauer Himmel“, sagte der Feuerwehrsprecher.

Zu mehreren Seenoteinsätzen musste die Polizei am Bodensee ausrücken. Wie die Polizei mitteilte, war zunächst 1,2 Kilometer vor der Hafeneinfahrt Ultramarin ein Katamaran aufgrund einer starken Böe gekentert. Die vier Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Bei Meeresburg kenterte eine Jolle aufgrund eines missglückten Wendemanövers.  Einer der beiden Segler wurde wegen Verdacht der leichten Unterkühlung in ein Krankenhaus verbracht. Bei Bregenz kenterte ebenfalls ein Katamaran. Auch hier wurde niemand verletzt. Alle Einsätze ereigneten sich fast zeitgleich am Samstagnachmittag während kurzzeitig starke Windböen auftraten, heißt es.