Sturmschaden an einer Bankfiliale in Gesundbrunnen.
Foto: Morris Pudwell

BerlinNach kurzen, aber sehr heftigen Gewittern mit Sturmböen ist die Berliner Feuerwehr am Montagnachmittag zu mehr als 100 Einsätzen gerufen worden. „Bei uns herrscht der Ausnahmezustand Wetter“, sagte ein Sprecher gegenüber der dpa. Besonders der Nordosten der Hauptstadt sei betroffen. Wie in einer Schneise seien etliche Bäume umgestürzt. 

In der Badstraße in Gesundbrunnen wurde die Filiale einer Bank durch den Sturm beschädigt. In Lichterfelde stürzte laut Feuerwehr ein Baum auf ein Auto. Dabei sei der Fahrer verletzt worden. Auf Gleise der S-Bahnlinie S7 krachte in Marzahn nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe ebenfalls ein Baum. Der Zugverkehr wurde zwischen Marzahn und Ahrensfelde zunächst unterbrochen. Die Verspätungen wirkten sich laut der S-Bahn auch auf die S3, S5 und S75 aus.

Wie die BVG mitteilt, kann es wegen der Sturmschäden auf allen Tramlinien zu Verspätungen kommen.

Derzeit müssten dazu noch etwa 90 Notrufe abgearbeitet werden. „Das wird uns noch Stunden beschäftigen“, so der Sprecher. Seit 14.30 Uhr seien rund 125 Notrufe aufgenommen werden. Vorerst müsse nach Dringlichkeit entschieden werden, nicht nach Eingang des Anrufes. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr seien zusätzlich im Einsatz.