Berlin/Schwerin - Mit dem Ferienbeginn in Berlin und Brandenburg ist es am Wochenende spürbar lebendiger in Mecklenburg-Vorpommerns Urlaubsorten geworden. „Mit Brandenburg und Berlin sind zwei Hauptherkunftsregionen unserer Gäste in die Sommerferien gestartet“, sagte Katrin Hackbarth vom Landestourismusverband am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Größere Staus bei der Anfahrt in die Urlaubsgebiete gab es nach Angaben der Polizei aber nicht.

„Es herrscht rege Betriebsamkeit bei den Gastgebern und eine ausgelassene, freudige, dankbare Stimmung bei den Gästen“, beichtete Hackbarth. Allerdings sei das Bild durchaus differenziert. So gebe es zwar auf Usedom den Eindruck, dass es sehr voll ist, die Buchungszahlen zeigten aber noch Luft nach oben. „Betten für spontane Urlauber sind noch frei.“ Die Campingbranche im Land berichte indes von einer sehr hohen Nachfrage, Vorbuchungen würden dringend empfohlen.

Ein erneutes Anwachsen der Urlaubswelle wird erwartet, wenn weitere wichtige Gäste-Herkunftsregionen in die Ferien starten, wie Sachsen und Thüringen. Letzter Schultag in diesen beiden Bundesländern ist der 23. Juli.

Erste Unterkünfte in Schleswig-Holstein zu 90 Prozent ausgelastet

Für den Herbst seien die Buchungen bislang noch zurückhaltend, so Hackbarth weiter. Die Gastgeber führten das auf die Diskussion über die Delta-Variante des Coronavirus zurück.

Aus den Küstenorten in Schleswig-Holstein sind ähnliche Töne zu hören. Nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben in dieser Woche auch in Berlin, Brandenburg und Hamburg die Ferien begonnen. „Das Wochenende lief hervorragend“, berichtet Olaf Raffel vom Tourismus Marketing in Büsum. Schon jetzt seien die Unterkünfte zu über 90 Prozent ausgelastet. Der große Ansturm werde jedoch vor allem im Juli und August erwartet. Dennoch macht sich Raffel kaum Sorgen über einen zu großen Andrang. Die Kapazitäten und die Fläche seien da.

Ähnlich sieht es auf der Insel Föhr aus. „Es ist eigentlich schon seit Pfingsten sehr viel los“, sagt Anna Preißler von Föhr Tourismus. Die Fähren auf die Insel und auch die Unterkünfte seien nahezu ausgebucht. In Wyk oder auf der Strandpromenade könne es zwar etwas voller werden, „ansonsten verläuft es sich aber auf der Inseln sehr gut“, so Preißler.

Auch auf der anderen Seite Schleswig-Holsteins, an der Ostsee, ist das Feriengeschäft in vollem Gange. Der Tourismusdirektor von Fehmarn, Oliver Behncke, freut sich über ein gut besuchtes Wochenende: „Wir haben eine Auslastung von 90 bis 95 Prozent.“ Damit sei das Geschäft vergleichbar mit dem in einem normalen Jahr zu Beginn der Sommerferien. „Wir sind froh, dass es endlich wieder so ist“, sagt Behncke.

Probleme mit den noch geltenden Corona-Regeln gebe es nicht, sind sich alle Befragten einig. Die ab Montag geltenden weiteren Lockerungen, etwa zur Test-Frequenz bei Urlaubern, würden zusätzliche Entspannung bringen. Touristen müssen dann nur noch vor der Anreise sowie einmalig nach 72 Stunden einen Corona-Test machen.