Frankfurt/MainSchüsse aus einem Luftgewehr auf eine Katze stellen nach Ansicht eines hessischen Landgerichts noch keine strafbare Tierquälerei dar. Ein 52 Jahre alter Mann wurde deshalb lediglich wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 1950 Euro (30 Tagessätze) verurteilt. In erster Instanz hatte er vom Amtsgericht eine Geldstrafe von 16.100 Euro (70 Tagessätze) wegen Tierquälerei erhalten.

Im Körper der Katze der Nachbarin des Mannes war bei einer Röntgenuntersuchung ein Geschoss gefunden worden, das aus dem Luftgewehr des Angeklagten stammte. Der Mann soll wegen verschiedenen Haustieren in einer Art Dauerstreit mit der Frau gewesen sein. Laut einem tierärztlichen Gutachten stellt ein Schuss aus einem Luftgewehr nur eine „leichte bis mittelschwere Beeinträchtigung“ des Tieres dar.

Für eine Verurteilung wegen Tierquälerei müssten allerdings „erhebliche Schmerzen“ vorliegen, hieß es in der Urteilsbegründung des Landgerichts Frankfurt/Main. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.