Washington/Peking - Der US-Auslandsgeheimdienst CIA richtet seine Aufmerksamkeit verstärkt auf den aufstrebenden Rivalen China. Der Direktor der Central Intelligence Agency, William Burns, kündigte am Donnerstag (Ortszeit) die Gründung eines China-Missionszentrums (CMC) an, „das sich mit der globalen Herausforderung durch die Volksrepublik China befassen soll“. Mit der neuen Einheit werde die bisherige Arbeit des Auslandsgeheimdienstes zu China gebündelt. Burns warnte, „eine zunehmend feindselige chinesische Regierung“ sei die wichtigste geopolitische Bedrohung des 21. Jahrhunderts.

Der CIA-Direktor sprach von „einer neuen Ära der Rivalität zwischen Großmächten“, wie es in einer Mitteilung des Geheimdienstes hieß. Die CIA werde dazu beitragen, „die amerikanische Führungsrolle und den amerikanischen Erfolg auf der globalen Bühne für die nächsten Jahrzehnte zu sichern“. Burns betonte, dass sich die CIA weiterhin auf andere wichtige Bedrohungen konzentrieren werde, „darunter ein aggressives Russland, ein provokantes Nordkorea und ein feindseliger Iran – sowie auf die Bekämpfung des Terrorismus“.