Die US-Notenbank Fed hat die Leitzinsen vorerst auf Nullniveau belassen, zugleich aber baldige Zinserhöhungen angekündigt. Angesichts der hohen Inflationsrate und der guten Lage am Arbeitsmarkt werde es „bald angemessen“ sein, die Leitzinsen zu erhöhen, erklärte die Federal Reserve am Mittwoch in Washington. Die wegen der Corona-Pandemie gestarteten massiven Anleihekäufe sollen demnach bis Anfang März beendet werden. Analysten erwarten schon bei der nächsten Sitzung am 16. März die erste Erhöhung seit Beginn der Corona-Pandemie.

Mehrere Mitglieder des Zentralbankrats hatten jüngst bereits eine baldige Erhöhung des Leitzinses für die weltgrößte Volkswirtschaft signalisiert. Viele Analysten rechnen als ersten Schritt mit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte.

Die Fed hatte die Leitzinsen im März 2020 angesichts der verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft auf zwischen null und 0,25 Prozent abgesenkt. Außerdem wurde zur Stützung der Konjunktur ein massives Programm zum Kauf von Anleihen aufgelegt.

Inmitten der wirtschaftlichen Erholung von den Folgen der Pandemie sind aber die Verbraucherpreise in den USA stark angestiegen. Im Dezember erreichte die Inflationsrate sieben Prozent und damit den höchsten Wert seit fast 40 Jahren.

Das jetzt für Anfang März anvisierte Auslaufen des Anleiheprogramms ermöglicht eine erste Erhöhung der Leitzinsen im selben Monat. Im Dezember hatte die Notenbank signalisiert, sie könnte im Verlauf des Jahres 2022 dreimal die Leitzinsen erhöhen.