Nach einem rassistisch motivierten Schusswaffenangriff in einem Supermarkt in der US-Stadt Buffalo hat der Bundesstaat New York den Zugang zu Schusswaffen eingeschränkt. „Gedanken und Gebete werden das Problem nicht lösen, aber starke Taten werden es tun“, sagte Gouverneurin Kathy Hochul am Montag in Anspielung auf die zurückhaltende Reaktion vieler Republikaner auf Schusswaffengewalt.

Die vergangene Woche vom Parlament beschlossene und nun von Hochul verkündete Reform setzt unter anderem das Mindestalter für den Besitz von halbautomatischen Sturmgewehren von 18 auf 21 Jahre herauf. Außerdem wird der Verkauf von Magazinen mit großer Kapazität sowie Schutzwesten eingeschränkt. Schließlich kommen schärfere Vorab-Überprüfungen auf Käufer von Sturmgewehren zu und die Möglichkeiten zur Beschlagnahmung von Waffen gefährdeter Personen werden erweitert.

Schulmassaker von Texas hat neue Debatte über Waffengesetze ausgelöst

Am 14. Mai hatte ein 18-Jähriger in und vor einem Supermarkt in Buffalo im Bundesstaat New York aus rassistischen Motiven mit einem Sturmgewehr zehn Menschen erschossen, fast alle Opfer waren Schwarze. Er wurde wegen Terrorismus und Mordes angeklagt.

Der Angriff sowie das Schulmassaker von Texas mit 19 toten Kindern Ende Mai haben eine neuerliche Debatte über eine landesweite Verschärfung der Waffengesetze ausgelöst. Dies wird allerdings schon seit Jahren von den Republikanern sowie Demokraten aus ländlichen Gegenden blockiert. New York hatte bereits vor dem Angriff von Buffalo eines der strengsten Waffengesetze der USA.